Seniorenkreis Seniorenkreis Seniorenkreis Seniorenkreis Seniorenkreis Seniorenkreis Seniorenkreis Bergstadt Hachum Auch in den folgenden Jahrhunderten hat es in unserer Umgebung eine Besiedlung gegeben,  wie Funde im Elm, in Lucklum, Veltheim, Dettum und auf dem Oller zeigen. Auch in der vorrömischen Eisenzeit (etwa 700 v. Chr.) war der Raum zwischen Elm und  Asse besiedelt. In dieser Zeit vermutet man die Anlagen der Wallbefestigungen auf den Höhen  des Reitlingtales. Beweise kleiner germanischer Dorfsiedlungen, vielleicht jeweils mehrere  Höfe, aus den letzten Jahrhunderten vor Christi Geburt wurden 1950 bei der Anlage der  Gärtner- und Obstsiedlung in Evessen bei Grabungen gefunden.  Den Zeitabschnitt vom 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr. bezeichnete man im allgemeinen als  die Zeit der Völkerwanderung. Es treten jetzt größere Völkerverschiebungen innerhalb  Deutschlands auf. Am Ende der Völkerwanderung gehörten wir zum  Königreich Thüringen. Die Hofformen unserer Dörfer deuteten noch darauf  hin. Für das Jahr 531 n. Chr. berichten Schriftquellen über die Zerstörung  des Thüringerreiches durch Sachsen und Franken. Es ist anzunehmen,  dass die verschiedenen germanischen Stämme nach und nach in dem  Stamm der Sachsen eingegliedert wurden. Dörfernamen auf "-heim" sind  seit dem 4. Jahrhundert nach Chr. möglich.  In einem fast 40 Jahre dauernden Krieg (743 - 784) unterwarfen die  Franken die Sachsen. Die endgültige Eingliederung der Sachsen in das  Frankenreich machte tief greifende Verwaltungsmaßregeln notwendig und  führte einen großen Umschwung in der Ackerkultur durch die Einführung  der Dreifelderwirtschaft herbei. Um das neuerworbene Land zu  beherrschen, baute König Karl die alten Heerstraßen weiter aus und setzte  an ihnen als Schutzwärter seine Franken an, so auch den alten Volksweg  (Lecheder Deitweg), von Hildesheim, nördlich von Wolfenbüttel, am  südlichen Elmrand über Schöningen nach Magdeburg. Aus seiner Lage am  Vereinigungspunkt zweier wichtiger Wege ist Evessens große strategische  Bedeutung in alter Zeit erkennbar, denn von dort aus konnte man auch das  Vorland bis zur Asse beherrschen. Daher wurde in Evessen der befestigte  kaloringische Hof als "Curtis Hebesheim Darlingau" neu geschaffen und mit  reichem Königsblut ausgestattet.  Evessen ist aber, wie Groß Denkte, eine Mark gewesen, die  mindestens Hachum und Gilzum umfasste. Diese enge  Zusammengehörigkeit der "drei Bergstädte", wie sie im Volksmund heißen, hat sich dann in  Kirchen- und Schulsachen, in Amtsangelegenheiten, Vogteigericht und Evesser Landholz,  teilweise bis auf den heutigen Tag erhalten. Ebenso beweist die gradlinige Feldmarksgrenze  zwischen Hachum und Gilzum, die so nahe an Hachum durchzieht, dass ein Eingriff der  Oberherrschaft in alter Zeit maßgebend gewesen ist.  Aus dem bis jetzt gesagtem wissen wir, dass unser Gebiet zwischen Elm und Asse seit  5000 bis 6000 Jahren besiedelt ist, die Ortskerne unserer heutigen drei Dörfer aber mit hoher  Wahrscheinlichkeit in der Frankenzeit (um 840 n. Chr.), wenn nicht schon von den Sachsen  angelegt wurde. Die ersten urkundlichen Erwähnungen liegen aber viel später. Für Evessen 938  - für Gilzum 1152 - für Hachum 1170. In einer Urkunde von 1170 wird dem Stift Cyriacus Besitz  in Haghem bestätigt.  Haghem, Hagen - ein für die Grundherrschaft eingehegter Raum. Hägerland war meist nur mit geringen Grundabgaben belastet. Zu dem waren die Häger freie Leute, während die Masse  der Bauern Hörige waren. Urkundlich erwähnt wurde 1281 ein Ritter Engelbert v. Hachum. 1283  - 1310 = Freie Herren von Hachum ( noch 1650 als frei angegeben).  1339 = Henecke von Hachum wurde zusammen mit Till von Kneitlingen vom Rat der Stadt  Braunschweig verfestet (eingesperrt).  Eine Windmühle stand auf dem Windmühlenberg in Hachum. Urkundenbuch der Stadt  Braunschweig: 1575 - Matthias Schmitt - Windmüller in Hachum. Die  Windmühle bestand bis  1630. Sie wurde im 30-jährigen Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut.  Den alten Siedlungskern von Hachum muss man sich um den freien Platz, auf dem 1333  die Kirche erbaut wurde, vorstellen. Die Höfe an der Ringstraße sind sicher in der Rodezeit  dazugekommen. Die Franken haben die Dreifelderwirtschaft eingeführt. d.h. Sommerfeld,  Winterfeld und Brache. Die Bauern waren Grundhörige, sie wurden, wenn der Grundherr den  Hof verkaufte oder vertauschte, mit vergeben. Die Leibeigenschaft endete im Herzogtum  Braunschweig 1433. Drei Herren mussten die Bauern dienen und Abgaben zahlen: den  Grundherren, den Zehntherren und der Herrschaft. Die Höfe wurden nach dem Meierrecht  vergeben. Ab 1597 waren die Meierhöfe erblich, d.h. der Grundherr konnte dem Bauern nicht  einfach kündigen (Abmeiern). Dieses konnte nur durch einen Gerichtsbeschluss bei  Verfehlungen geschehen. Bergstadt Hachum (C) der Webseite 2009-2014 by Renate Voigt Bergstadt 2 Willkommen auf   www.hachum.net
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